Vernachlässigung des Darms mit großen gesundheitlichen Folgen für deinen Hund

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Gesundes Futter und Leckerchen unterstützen die Darmgesundheit * Foto Nadine Bernspitz Fotografie

Gesunder Darm – gesunder Hund?

Interview mit der Expertin Sabrina Fechner, Geschäftsführung DANUWA

   Wie du weißt, gehört die Darmgesundheit zu meinen Lieblingsthemen. Schon meine Urgroßmutter wusste, die Gesundheit hängt mit dem Darm zusammen. Auch meine Patienten profitieren von dem Wissen über die Darmgesundheit. Doch ist das Thema vielschichtig und umfangreich. Deshalb habe ich mir für diesen Artikel einer Fachfrau für die typischen Darmfragen geholt.

Mein Interviewgast ist Sabrina Fechner, Geschäftsführerin der Firma DANUWA. Sabrina kümmert sich um die Gesundheit der Tiere und ist Spezialistin im Bereich Darmgesundheit und Darmaufbau. Wie wichtig diese ist und was man alles dafür tun kann, erfährst du hier!

Ich wünsche dir viel Spaß bei diesem spannenden Thema!

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Warum wird um dieses Organ im Augenblick so viel Furore gemacht?

Das Thema ist eigentlich schon sehr lange präsent. Im Humanbereich schon seit mehr als 20 Jahren und davon seit über 10 Jahren recht intensiv. In den letzten fünf Jahren ist das Thema auch immer mehr Bestandteil der naturheilkundlichen Veterinärmedizin geworden. Lange Zeit führte der Darm ein Schattendasein – zumindest in unseren Breitengraden.

Mittlerweile dürfte aber jedem bekannt sein, dass der Darm mehr als nur ein Verdauungsorgan ist. Obwohl vieles immer noch nicht richtig erforscht ist, und wir gerade mal am Anfang der Forschung stehen, wissen wir:

  1. Dass der Darm ein eigenes Nervensystem besitzt, welches auch „Bauchhirn“ genannt wird.
  2. Es beherbergt einen großen Teil unseres Immunsystems (ca. 70%).
  3. Die neuesten Erkenntnisse zeigen, dass der Darm sogar unsere Stimmung und unsere Emotionen beeinflussen scheint.

Ich denke, das ist der Grund, warum das Thema so spannend geworden ist.

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Mit diesen Tipps unterstützt du die Darmgesundheit deines Hundes!

Warum gibt es so viele Bakterien im Darm und welche Aufgaben übernehmen sie?

Warum es so viele Bakterien gibt, weiß ich natürlich auch nicht

Was wir aber wissen ist die Tatsache, dass der Darm schätzungsweise 10x so viele Bakterien beinhaltet wie unser Körper Zellen hat.

Bekannt sind heute ca. 1.000 verschiedene Darmbakterien. Davon sind es ca. 150 verschiedene Bakterienarten. Zu den „guten“ Darmbewohnern zählen z.B. Laktobazillen und Bifidobakterien. Dann gibt es natürlich noch die „fakultativ pathogenen“ Keime, die unter bestimmten Bedingungen auch krank machen können, wenn sie vermehrt auftreten bzw. die Überhand gewinnen. Dazu gehören z.B. Clostridien, die auch immer wieder gerne bei Hunden vermehrt auftreten.

Die Aufgaben der Bakterien sind sehr vielfältig. Zu den wichtigsten Aufgaben gehören:

  1. Die Unterstützung der Verdauung, durch den Abbau von Nahrungsbestandteilen, die durch Enzyme nicht aufgespalten werden können. Gerade unverdauliche Pflanzenbestandteile müssen im Dickdarm fermentiert werden.
  2. Produktion von Vitaminen wie Vitamin K und B-Vitamine.
  3. Aufrechterhaltung der Darmbarriere. Die Bakterien sorgen dafür, dass keine Erreger oder Gifte durch die Darmwand ins Blut gelangen.
  4. Unterstützung des Immunsystems, d.h. die Unterscheidung zwischen den, »guten« Bakterien, die im Verdauungstrakt spezielle Aufgaben übernehmen, und solchen, die Infektionen auslösen können. Wenn pathogene Keime in den Darm gelangen, muss das Immunsystem sie mit allen Mitteln bekämpfen. Passiert das nicht und die Bakterien können nicht mehr zwischen „Freund“ und „Feind“ unterscheiden, können chronisch entzündliche Erkrankungen entstehen, wie z.B. IBD, CED etc.
  5. Schutz der Darmschleimhaut. Durch den Abbau bzw. Fermentation von Ballaststoffen, produzieren die Darmbakterien sogenannte kurzkettige Fettsäuren wie Essigsäure, Buttersäure und Propionsäure. Diese dienen den Bakterien als „Futter“ und regulieren das Wachstum der Darmzellen. Das ist auch ein Grund, warum wir so gerne die Akazienfaser einsetzen.

Zu den weiteren Aufgaben der Bakterien gehören auch die Bildung von Milchsäure, die dafür sorgt, dass der pH-Wert im Darm sinkt, und ein saures Milieu entsteht. Auch bei der Stoffwechsel- und Energiegewinnung und bei Entgiftungsprozessen spielen Bakterien eine wichtige Rolle.

Wir sehen also, warum der Darm und seine Mitbewohner eine so große Bedeutung für uns gewonnen haben.

 

Wau das ist ja eine ganze Menge, was die Bakterien leisten. Was passiert nun, wenn eine Dysbalance vorliegt?

Im Normalfall ist der Körper selbst in der Lage, eine kurzzeitige Dysbalance wieder auszugleichen.

In der heutigen Zeit spielen viele Faktoren eine Rolle, warum es uns oft nicht gelingt, ohne Supplemente den Weg zurück in die Regulation zu finden.

Wenn eine Dysbalance vorliegt, dann hat der Darm Probleme seine Aufgaben zu erfüllen.

Meiner Meinung nach gehört auch das sogenannte „Reizdarm – Syndrom“ dazu.

Das Leaky Gut Syndrom ist auch ein großes Thema. Hierbei handelt es sich um eine Barrierestörung im Dünndarm. Auf diese Weise gelangen Giftstoffe, Krankheitserreger und Allergene in geringen Mengen in den Blutkreislauf und begünstigen Entzündungen, Infektionen, Allergien und im schlimmsten Fall Autoimmunerkrankungen.

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Wie kann es zu einer Verschiebung der Bakterien-Zusammensetzung kommen?

Auch hier spielen wieder viele Faktoren eine Rolle.

Ich denke, die Basis stellt die Ernährung dar. Wenn wir unsere Hunde schlecht ernähren, dann werden wir früher oder später Probleme bekommen.

Aber auch die Gabe von Antibiotika, Stress und andere Umweltbelastungen können die Darmflora schnell durcheinanderbringen.

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Was kann der Hundebesitzer nun dagegen tun? 

Hier einige Tipps, auf die wir bei der Ernährung achten können:

  1. Hochverdauliche tierische Proteine. Pflanzliche Proteine werden von Hunden werden in der Regel schlechter aufgenommen oder umgewandelt.
  2. Auf einen hohen Anteil von Muskelfleisch achten.
  3. Auf das Calcium / Phosphor Verhältnis achten.
  4. Auf die bedarfsgerechte Versorgung von Vitaminen (besonders B-Vitamine), Mineralstoffen und Spurenelementen achten (besonders bei der B.A.R.F Fütterung).
  5. Ausreichende Versorgung mit Ballaststoffen (Gemüse oder aber durch die Gabe von Akazienfaser etc.)
  6. Je nach Problematik kann auch ein Darmflorascreen von Vorteil sein. Hier gibt es spezielle Labore wie z.B. das Labor Enterosan in Bad Bocklet.

Ich kann dem Hundebesitzer nur empfehlen, sich das Hundefutter mal genauer anzuschauen…

Nahrungsbestandteile, die bei empfindlichen Hunden schon in geringer Dosis dem Darm schaden können sind z.B.:

Lektine: Das sind Zuckerproteine die überwiegend in Getreide (Weizenlektin), aber auch in Gemüse vorkommen. Sie fungieren als sogenannte Abwehrstoffe gegen Fressfeinde der Pflanze. Lektine binden sich an Kohlenhydrat-Strukturen an die Darmwände, besonders des Dünndarms, und können diese beschädigen.

Fructose: Fruchtzucker wird nur langsam vom Darm aufgenommen und ist daher in großen Mengen schlecht für den Darm. Besonders problematisch ist Fructose zusammen mit Omega-6-Fettsäuren.

Omega-6-Fettsäuren: In der Praxis sind Lebensmittel mit reichlich Omega 6-Fetten im Überfluss vorhanden, während Lebensmittel mit Omega-3-Fettsäuren eher zu wenig konsumiert werden, wie z.B. Fisch. In vielen Futtermittel sind also Omega-6- Fettsäuren enthalten, aber nur wenig oder kaum Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA). Das Verhältnis von Omega-3 und Omega-6-Fetten bestimmt also, in welchem Verhältnis pro- und anti-entzündliche Signale im Körper entstehen.  in der REgel

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Vielen Dank Sabrina Fechner

Vielen Dank für das Interview. Ich hoffe, du bist von diesem Thema ebenso begeistert wie ich das bin. Hier siehst du wie vielschichtig unser Darm mit seinen ganzen Bakterien arbeitet. Für mich ist es immer wieder erstaunlich, wie fragil das gesamte System ist.

Nehmen wir unser Futter und den stressigen Alltag der Hunde unter die Lupe, ist es nicht verwunderlich, dass unsere Tiere so aus dem Gleichgewicht kommen.

Sabrina hat mir für dich noch einen Gutscheincode zur Verfügung gestellt. Du kannst also als Neukunde gerne mit Rabatt einkaufen. Dazu nutzt du einfach DANUWA2019 und erhältst 10% Nachlass bei deiner ersten Bestellung.

Bei Rückfragen stehe ich dir natürlich zur Seite!

Guten Appetit!

Spannend? Wie unterstützt du die Darmgesundheit deines Hundes?  Teile mir deine Erfahrungen mit!

Ich freue mich über deine Tipps!

*gekennzeichneten Produkte gehören zu meinen Affiliate- oder Geschäftspartnern.

Füttere einfach und glücklich!

Deine

Sabine

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2 Kommentare zu „Vernachlässigung des Darms mit großen gesundheitlichen Folgen für deinen Hund“

  1. Andrea Kubalski- Rottmann

    Hallo Sabine,
    dein Bericht ist wieder sehr gut.
    Bin immer wieder begeistert. Immer noch denke ich an die Zeit zurück, wo du meiner Shila mit deinem Wissen geholfen hast.
    Keiner konnte helfen, selbst die Tierärzte nicht. Nur du hast uns helfen können.
    Bin unendlich Dankbar dafür.
    Vielen, vielen Dank
    Andrea Kubalski- Rottmann mit Shila

    1. Liebe Andrea, vielen Dank für diese herzlichen Worte, da bekomme ich ja gleich Tränen in die Augen. Vielen lieben Dank – die Ernährung von Hunden ist meine Herzensangelegenheit und ich freue mich, wenn es den Engeln durch mein Wissen besser geht. Alles Liebe Deine Sabine

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