5 Fehler, die Du beim Füttern lieber vermeiden solltest

Wau so viele unterschiedliche Fütterungspraktiken und mit allen Fütterungen soll Dein Hund 100 Jahre alt werden. Geht es Dir auch so, dass Du bei Fütterungsfragen keinen Wald vor lauter Bäumen siehst? Ich habe häufig das Gefühl, dass sich mein Kopf dreht. Diese unerschöpflichen Fütterungsmöglichkeiten, diese vielen Entscheidungen, die du treffen musst. Das ist nötig, denn für Deinen geliebten vierbeinigen Freund, möchtest Du nur das Beste. Und gutes Futter gehört einfach dazu.

Doch wann wurde eigentlich die Fütterung von Hunden zur Religion ernannt? Schließlich hat Deine Oma doch auch ganz simpel und easy ihre Hunde vom Tisch gefüttert. Es gab sogar Schokolade oder mal Weintrauben! Omas Bello wurde steinalt. Gut heute weißt Du einfach mehr und streichst Schoki und Co. von Deiner Futterliste.

Als Fütterungsprofi, erstellst Futterpläne und schreibst genau auf, was Du Deinem Hund fütterst. Sogar die Vitaminchen werden bis ins kleinste Detail errechnet .

Natürlich ist Deine Fütterung perfekt, doch machen sich ganz langsam Zweifel breit, ob Du wirklich alles im Blick hast?

Deshalb beachte diese 5 simplen Dinge, damit Du bei der Fütterung nichts falsch machst.

  1. Niemals Öl über das Trockenfutter schütten
    Fütterst Du Deinen Hund trocken, dann bekommt er alle wichtigen Vitamine und Mineralien in den kleinen Kroketten. Ist Dir auch mal aufgefallen, wie fettig diese Kugel oder Herzen sind? Immerhin musst Du nach jedem Kontakt mit deinem Trockenfutter die Hände waschen. So fettig ist es auch für Deinen Hund. Und jetzt schüttest Du noch Öl über das Feuer? Einfache Frage: Warum?

Was passiert denn mit einem Fass, das voll ist? Es läuft über. Und was passiert mit Deinem Hund der Randvoll mit Öl ist? Er läuft über. Betrachte sein Fell. Musst Du Dir nach jedem Streicheln auch hier die Hände waschen? Riecht er manchmal etwas ranzig? Dann kann das an einer Überdosis Öl liegen.

So sieht es äußerlich aus. Doch was passiert im Inneren Deines Hundes? Zuviel Fett belastet den Magen / Darm -Trakt. Zu viel Fett lässt die Bauchspeicheldrüse auf Hochtouren laufen und zu viel Fett ärgert die Leber.

„DAUMEN RUNTER“ mit dem Öl auf dem Trockenfutter

  1. Jedoch gravierende Nierenschädigung durch fehlendes Fett bei selbst zusammengestellten Rationen
    Dein Hund liebt Fett als Geschmacksverstärker. Er brauchte es als Baufett und Energielieferant. Ein ganz wichtiger Punkt ist aber das Fettpolster um seine Organe. Gerade die Nieren liegen geschützt eingebettet in einem Fettpolster. Ist dieses Polster aufgebraucht, durch einen Fettmangel in der Nahrung, kann es nie wieder aufgebaut werden und die Nieren Deines Hundes sind nicht mehr ausreichend geschützt.

Stellst Du die Nahrung für Deinen Hund selbst zusammen, dann achte darauf, dass Fett ausreichend zugesetzt wird.

Faustformel: Dein 20 Kilo Hund benötigt gut 2 – 3 TL Öl / Fett um seinen Bedarf zu decken.

„DAUMEN HOCH“ für Fette und Öl

  1. Zu viel Futter lässt Deinen Hund platzen
    Immer setzt dieses wohlige Gefühl bei Dir ein wenn Du Deinem Hund ein Leckerchen gibst. Du freust Dich und Dein Hund freut sich. Schwanzwedelnd wandert er ins Übergewicht. „Ach es ist doch nur so ein kleines Leckerchen“ oder „Nur so wenig Trockenfutter für den ganzen Tag?“ Da rundest Du doch mal kräftig auf. Resultat Dein Hund wird zur Tonne.

Gerade bei Trockenfutter solltest Du dich an die Angaben der Hersteller halten. Damit Dein Hund nicht in die Fett-Fall läuft und damit schwerwiegende gesundheitliche Probleme bekommt achte auf seine Figur. Im Grunde hat Dein Hund dann mit den gleichen Problemen zu kämpfen, wie wir Menschen. Herz-Kreislauf-Probleme, Gelenkprobleme, Magen-Darm-Probleme und Diabetes. Alles Erkrankungen die Du als Herrchen verursacht hast.

Mach den Rippen-Test
Du kannst selbst kontrollieren ob Dein Hund zu füllig ist. Fühle seinen Rippenbogen. So lange Du die einzelnen Rippen fühlen kannst ist die Figur top. Verschwindet aber ganz langsam seine Taille musst du gegensteuern.

Die Figur Deines Hundes gut im Griff zu behalten ist gar nicht schwer. Du musst konsequent sein und die Futtermengen kontrollieren. Fällt dir das schwer oder füttern noch andere Personen Deine Fellnase, dann tausche die Leckerchen gegen Äpfel, Gurken oder rohe Karotten aus.

„DAUMEN RUNTER“ für übergewichtige Hunde

  1. Fastentage zerreißen sein Herz
    „Der Fastentag“ – Dieser alte Mythos geistert noch immer durch unzählige Hundeforen oder ist gängige Praxis in vielen Hundehaushalten. Schrecklich! Hier solltest Du vor Schreck zusammenzucken. Deinen Hund im Schlaraffenland hungern zu lassen gehört bestraft.

Nicht nur aus emotionalen Gründen, sondern aus gesundheitlichen Aspekten ist ein Tag ohne Futter höchst problematisch. Hat Dein Hund einen empfindlichen Magen, dann kommt es durch das fehlende Futter zu einer Überproduktion an Magensäure. Bauchweh und gelbes Erbrechen können mögliche Folge sein. Schmerzen, die Du Deinem Hund nicht zufügen möchtest.

Gehört Dein Hund zu den großen Rassen mit tiefem Brustkorb, kann der Fastentag und der darauffolgende „Fress-Tag“ eine Magendrehung begünstigen. Auch keine schöne Vorstellung, da Magendrehungen in 90% der Fälle mit dem Tode enden.

Und die emotionale Seite. Wie grausam ist es denn seinen Hund vor dem leeren Napf zu sehen. Schließlich wohnt kein Wolf in Deinem Haus, der sich sein Essen eigenständig erlegen muss. Solche Ernährungstipps führen, gerade bei Tierschutzhunden, zu einem so großen Vertrauensbruch, dass sich Dein Hund nie ganz bei Dir sicher fühlen wird.

„DAUMEN RUNTER“ für den Fastentag

  1. Tödliche Keime durch falsches Auftauen
    Seit der BARF-Welle wunderst Du dich bestimmt, wie salopp manche Hundebesitzer mit der Zubereitung von rohem Fleisch umgehen. Als Mutter erinnerst Du dich doch bestimmt noch an die Zeit der Schwangerschaft. Hier wurde Dir absolut von der Zubereitung von rohem Huhn abgeraten. Eine Salmonelleninfektion hätte zu einer Fehlgeburt führen können.

Und heute, einige Jahre später wird aufgetaut was das Zeug hält. Du jonglierst mit Keimen quer durch Deine Küche. Schließlich taust Du in verschlossen Plastiktüten, in verschlossenen Kunststoffdosen oder in der prallen Sonne auf. Ein Hoch auf die aktuelle Keimproduktion.

Der Supergau kommt aber noch! Nicht nur, dass Du wie wild auftaust, spätestens wenn Du auf dem Rohen – Huhn – Schneidebrett den Salat für Deine Familie schnippelst, sollte das Gesundheitsamt mal vorbei schauen.

Vielleicht kann Dein Hund ja durch seine Magensäure den Biestern an den Kragen – aber Du? Hier geht es um Deine Gesundheit. Bei rohem Fleisch und besonders bei Geflügel gilt Warnstufe eins.

So taust Du richtig auf:
Kühlschrank:

  1. Das Fleisch achtsam aus der Verpackung lösen
  2. Im Kühlschrank auf einer Abtropfschale langsam auftauen, hier ist die Keimbildung reduziert
  3. Schließlich den Fleischsaft abgießen, mögliche Keime können so abgegossen werden

Mikrowelle:

  1. Auch hier das Fleisch aus der Verpackung nehmen
  2. Fleisch auf einen Mikrowellen geeigneten Teller geben
  3. Das passende Mikrowellenprogramm aktvieren

„ACHTUNGS DAUMEN“ beim Auftauen

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Welche wichtigen Fütterungssünden habe ich vergessen? Schick mir Deine Tipps. Ich freue mich auf Deinen Input!

Weiterhin guten Appetit!

füttere einfach! füttere glücklich!

Deine Sabine

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